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Bad Salzschlirf ist ein Kurort im östlichen Vogelsberg, politisch zum Landkreis Fulda gehörig, mit rund 3.200 Einwohnern, und seit 1838 Heilbad. Schon früh war die
Entwicklung des Ortes mit salzhaltigen Quellen verbunden. So gewannen bereits im Mittelalter die Fuldaer Äbte das damals so wichtige Salz in den Salinen von Bad
Salzschlirf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Fuldaer Fürstbischof Heinrich von Bibra die Brunnen tiefer bohren, um den Ertrag der Salzquellen zu steigern.
Dies scheiterte, da Grundwasser in die salzhaltigen Quellen trat. 1798 wurden die Salinen geschlossen. 1835 ließ der gesundheitlich angeschlagene Graf Friedrich
Wilhelm von Schlitz, genannt von Görtz, sich mit den Brunnen von Salzschlirf belehnen und diese wieder ausheben. Der Ausbau des Bades unterblieb jedoch, da der Graf
1836 starb. In den folgenden Jahren wurde der Ausbau der Kuranlagen durch Dr. Eduard Martiny, einen Freund des verstorbenen Grafen, wieder aufgenommen. Es erfolgte
ein rascher Ausbau der Kuranlagen, der alsbald die finanziellen Mittel des Arztes überstieg. So verkaufte er es zunächst an den Staat, erwarb es jedoch 1873 wieder
zurück und gründete die "Gewerkschaft Bad Salzschlirf", die das Bad betrieb. Nachdem diese in finanzielle Schwierigkeiten kam, wurde das Bad an rheinische Fabrikanten
verkauft. 1900 gründeten diese die "Aktiengesellschaft Bad Salzschirf", die bis vor wenigen Jahren den gesamten Kurbetrieb übernahm. Bedingt durch die
Gesundheitsreform geriet auch die AG in finanzielle Schwierigkeiten und musste im Jahre 2000 Insolvenz anmelden. Dank verschiedener Investoren und der Gemeinde ist
der Fortbestand der wichtigen Kureinrichtungen gewährleistet. Aktuell gibt es in Bad Salzschlirf drei große Kurkliniken.
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